10 Kawok
Yukatekisch: 10 Kawak
Westen· SchwarzErneuerung · Loslassen · Geburt · Reinigung · Wandel
Schlüsselenergien in der K'iche'-Hochlandtradition.
Deine Lesung
Kawok ist die Energie des Regens, der fortwäscht, was sich überlebt hat, und Raum für Neues macht.
In der Tradition des K'iche'-Hochlands wird Kawok als Regen und manchmal als Sturm verstanden, eng verbunden mit dem Bild der Hebamme, die das Neue ins Leben begleitet. Vielleicht spürst du heute, wie etwas fortgespült wird, das du lange getragen hast.
Kawok kann turbulent sein, doch die Bewegung dient dem Werden. Wie der Regen das Saatkorn zum Keimen bringt, kann diese Energie die Bedingungen schaffen, unter denen frisches Leben aufgehen darf.
Die Gabe, das Alte und Verbrauchte ziehen zu lassen, damit neues Wachstum Platz findet.
Wenn der Sturm sich rau anfühlt, lädt Kawok dich ein, ihm als Klärung zu vertrauen, statt dich gegen ihn zu stemmen.
Was darf jetzt fortgewaschen werden, damit etwas Neues in dir Raum bekommt?
Zehn ist die Gemeinschaft, zwei Hände, die sich zusammenfinden.
In der Tradition des K'iche'-Hochlands stehen die zehn Finger zweier Hände für das Miteinander, für Zusammenarbeit und die Ordnung des Zusammenlebens. Diese Zahl kann dir Bodenständigkeit schenken und zugleich eine leise Verletzlichkeit unter der Oberfläche tragen. Vielleicht lädt dich dieser Tag ein, dich mit anderen zu verbinden und Halt im Gemeinsamen zu suchen.
Das Maya-Kreuz
Vier weitere Energien umgeben deinen Tag und bilden das Maya-Kreuz, Kindheit, rechte und linke Hand sowie die Energie der Zukunft.
Die Mitte des Kreuzes ist dein Kern, die Energie, in der du gerade ankommst und am deutlichsten du selbst bist. In der Tradition des K'iche'-Hochlands ist sie die tragende Kraft, um die sich alles andere ordnet, und sie bleibt dir ein Leben lang treu, selbst wenn andere Winde dazukommen. Hier darfst du dich fragen, was sich heute, in diesem Lebensabschnitt, wirklich nach dir anfühlt.
Diese Stelle trägt deine frühe Wurzel, die Energie deiner Kindheit und der Welt, in die du hineingeboren wurdest. In der Tradition des K'iche'-Hochlands ist sie am Anfang am stärksten und ebbt mit den Jahren leise zurück, bleibt aber als Boden unter allem, was später wächst. Sie kann dich einladen, mit Wärme auf das zu schauen, was dich von Beginn an geprägt hat.
Die rechte Hand ist deine nach außen gerichtete, tätige Kraft, das, womit du anpackst und in der Welt sichtbar wirst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands gilt sie als die praktische, körperliche Seite, die Dinge in Bewegung bringt und Form annimmt. Sie kann dir zeigen, durch welche Art von Tun du dich am natürlichsten ausdrückst.
Die linke Hand ist deine empfangende, leise Seite, dein Gespür, deine Vorstellungskraft und das, was du eher fühlst als machst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands gilt sie als die intuitive, schöpferische Kraft, die nach innen lauscht. Sie kann dich einladen, dem zu vertrauen, was sich ohne viele Worte in dir zeigt.
Diese Stelle trägt die Energie deines Älterwerdens, die reife Kraft, der du mit den Jahren entgegenwächst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands baut sie sich erst später im Leben auf und steht für die Weisheit und Ruhe, die kommen darf, wenn vieles schon gelebt ist. Sie kann dir eine sanfte Ahnung davon geben, in welche Reife du dich entfalten magst.