3 Aq'ab'al
Yukatekisch: 3 Ak'b'al
Westen· SchwarzDämmerung · Anfang · Empfängnis · Neubeginn · Hoffnung
Schlüsselenergien in der K'iche'-Hochlandtradition.
Deine Lesung
Aq'ab'al ist die Morgendämmerung und die Empfängnis, jener zarte Übergang, in dem ein Traum beginnt, Wirklichkeit zu werden.
In der Tradition des K'iche'-Hochlands meint aq'ab die Nacht, und Aq'ab'al ist der Augenblick zwischen Dunkel und Licht, in dem der Tag zu dämmern beginnt. Diese Energie steht für Dinge, die noch nicht ganz geformt sind, für die ersten Fäden eines Gewebes, das erst entstehen will.
Wie eine Weberin, die zuerst ihren Traum sieht und dann die Kette aufspannt, kann Aq'ab'al dir helfen, eine Idee aus dem Reich der Träume in die ersten greifbaren Schritte zu führen. Du siehst vielleicht das Licht am Ende des Weges, auch wenn die einzelnen Schritte noch im Halbdunkel liegen.
Aq'ab'al gilt als guter Tag, um Neues zu beginnen, neue Verbindungen ebenso wie neue Vorhaben aus der Welt der Ideen ins Licht zu holen.
Der Mut, etwas Neues zu beginnen, und das Vertrauen, dass das Licht im Kommen ist.
Wenn jeder Anfang noch unscharf wirkt, lädt Aq'ab'al dich ein, den ersten Schritt zu wagen, ohne schon den ganzen Weg zu kennen.
Welcher neue Anfang dämmert gerade an deinem Horizont?
Drei ist der Herd, der Ort der Schöpfung, an dem sich aber auch der Wind dreht.
In der Tradition des K'iche'-Hochlands erinnert die Drei an die drei Herdsteine, um die herum ein Zuhause entsteht, und an den Wind, der die Richtung wechseln kann. Sie trägt eine fragende, suchende Qualität, in der nicht jeder Schritt sofort klar ist. Solche Tage können dich einladen, sanft mit Unsicherheit umzugehen, statt sie zu bekämpfen.
Das Maya-Kreuz
Vier weitere Energien umgeben deinen Tag und bilden das Maya-Kreuz, Kindheit, rechte und linke Hand sowie die Energie der Zukunft.
Die Mitte des Kreuzes ist dein Kern, die Energie, in der du gerade ankommst und am deutlichsten du selbst bist. In der Tradition des K'iche'-Hochlands ist sie die tragende Kraft, um die sich alles andere ordnet, und sie bleibt dir ein Leben lang treu, selbst wenn andere Winde dazukommen. Hier darfst du dich fragen, was sich heute, in diesem Lebensabschnitt, wirklich nach dir anfühlt.
Diese Stelle trägt deine frühe Wurzel, die Energie deiner Kindheit und der Welt, in die du hineingeboren wurdest. In der Tradition des K'iche'-Hochlands ist sie am Anfang am stärksten und ebbt mit den Jahren leise zurück, bleibt aber als Boden unter allem, was später wächst. Sie kann dich einladen, mit Wärme auf das zu schauen, was dich von Beginn an geprägt hat.
Die rechte Hand ist deine nach außen gerichtete, tätige Kraft, das, womit du anpackst und in der Welt sichtbar wirst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands gilt sie als die praktische, körperliche Seite, die Dinge in Bewegung bringt und Form annimmt. Sie kann dir zeigen, durch welche Art von Tun du dich am natürlichsten ausdrückst.
Die linke Hand ist deine empfangende, leise Seite, dein Gespür, deine Vorstellungskraft und das, was du eher fühlst als machst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands gilt sie als die intuitive, schöpferische Kraft, die nach innen lauscht. Sie kann dich einladen, dem zu vertrauen, was sich ohne viele Worte in dir zeigt.
Diese Stelle trägt die Energie deines Älterwerdens, die reife Kraft, der du mit den Jahren entgegenwächst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands baut sie sich erst später im Leben auf und steht für die Weisheit und Ruhe, die kommen darf, wenn vieles schon gelebt ist. Sie kann dir eine sanfte Ahnung davon geben, in welche Reife du dich entfalten magst.