5 Ajpu
Yukatekisch: 5 Ajaw
Süden· GelbEhrfurcht · Schönheit · Ganzheit · Würde · Verbundenheit
Schlüsselenergien in der K'iche'-Hochlandtradition.
Deine Lesung
Ajpu ist die Energie, die das Kostbare im Alltäglichen erkennt und nach dem Höchsten in uns greift.
In der Tradition des K'iche'-Hochlands trägt Ajpu viele Namen, unter ihnen Sonne, Blume und Herr, und verweist auf das Göttliche, das in der sichtbaren Welt wohnt. Es ist jener Moment, in dem du genau hinsiehst und die Schönheit in einer Blume, einer Landschaft oder einem vertrauten Gesicht wirklich wahrnimmst.
Ajpu lädt dich ein, nach dem zu greifen, was du im Besten sein kannst, und in jedem Menschen einen Teil des Ganzen zu erkennen. Selbst eine kleine, unverhoffte Freundlichkeit kann hier zu etwas Heiligem werden.
Die Gabe, das Erhabene im Gewöhnlichen zu sehen und der eigenen Würde mit Ehrfurcht zu begegnen.
Wenn dich das Streben nach dem Höheren der Erde entrückt, lädt Ajpu dich ein, mit beiden Füßen im Hier verbunden zu bleiben.
Wo könntest du heute genauer hinsehen, um das Kostbare zu bemerken, das schon da ist?
Fünf ist die Arbeit, die Hand, die anpackt und etwas in Bewegung bringt.
In der Tradition des K'iche'-Hochlands wird die Fünf mit der Hand und mit Arbeit verbunden, mit dem Tun, das uns weiterbringt. Sie trägt viel Kraft nach vorne, manchmal so viel, dass man sich schon in der Zukunft befindet, bevor der Boden bereitet ist. Diese Energie kann dich einladen, deinen Tatendrang zu ehren und ihm zugleich die Vorbereitung zu gönnen, die er verdient.
Das Maya-Kreuz
Vier weitere Energien umgeben deinen Tag und bilden das Maya-Kreuz, Kindheit, rechte und linke Hand sowie die Energie der Zukunft.
Die Mitte des Kreuzes ist dein Kern, die Energie, in der du gerade ankommst und am deutlichsten du selbst bist. In der Tradition des K'iche'-Hochlands ist sie die tragende Kraft, um die sich alles andere ordnet, und sie bleibt dir ein Leben lang treu, selbst wenn andere Winde dazukommen. Hier darfst du dich fragen, was sich heute, in diesem Lebensabschnitt, wirklich nach dir anfühlt.
Diese Stelle trägt deine frühe Wurzel, die Energie deiner Kindheit und der Welt, in die du hineingeboren wurdest. In der Tradition des K'iche'-Hochlands ist sie am Anfang am stärksten und ebbt mit den Jahren leise zurück, bleibt aber als Boden unter allem, was später wächst. Sie kann dich einladen, mit Wärme auf das zu schauen, was dich von Beginn an geprägt hat.
Die rechte Hand ist deine nach außen gerichtete, tätige Kraft, das, womit du anpackst und in der Welt sichtbar wirst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands gilt sie als die praktische, körperliche Seite, die Dinge in Bewegung bringt und Form annimmt. Sie kann dir zeigen, durch welche Art von Tun du dich am natürlichsten ausdrückst.
Die linke Hand ist deine empfangende, leise Seite, dein Gespür, deine Vorstellungskraft und das, was du eher fühlst als machst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands gilt sie als die intuitive, schöpferische Kraft, die nach innen lauscht. Sie kann dich einladen, dem zu vertrauen, was sich ohne viele Worte in dir zeigt.
Diese Stelle trägt die Energie deines Älterwerdens, die reife Kraft, der du mit den Jahren entgegenwächst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands baut sie sich erst später im Leben auf und steht für die Weisheit und Ruhe, die kommen darf, wenn vieles schon gelebt ist. Sie kann dir eine sanfte Ahnung davon geben, in welche Reife du dich entfalten magst.