6 Ajmak
Yukatekisch: 6 Kib'
Süden· GelbVergebung · Mitgefühl · Annahme · Wärme · Versöhnung
Schlüsselenergien in der K'iche'-Hochlandtradition.
Deine Lesung
Ajmak trägt die Energie des Vergebens, anderen, sich selbst und dem Leben gegenüber.
In der Tradition des K'iche'-Hochlands steht Ajmak für die Fähigkeit, anderen und sich selbst zu vergeben und Vergebung auch anzunehmen. Weil wir die Folgen unseres Tuns nicht immer voraussehen können, gehört das Bitten um Vergebung zum Menschsein.
Ajmak ist eine warme, liebenswerte und sinnliche Energie, reich an Ideen und leicht zu mögen. Sie kann dich einladen, milder mit dir selbst zu sein und das Schöne im Leben zu kosten, ohne dich darin zu verlieren.
Eine der sanften Lektionen dieser Energie ist, sich selbst zu vergeben, dort, wo Strenge längst keinen Sinn mehr macht.
Eine großherzige Fähigkeit zu vergeben und Versöhnung in Beziehungen zu bringen.
Vielleicht magst du erkunden, wo Leichtigkeit dich ablenkt und Vorsätze unerfüllt liegen bleiben, und wie du dir das mit Milde verzeihst.
Was dürftest du dir heute selbst vergeben?
Sechs ist die getragene Mitte, ausgewogen, weder zu leise noch zu laut.
In der Tradition des K'iche'-Hochlands gilt die Sechs als ruhige, stabile Zahl, die mit dem Wohlergehen der Familie und ihren vielen ineinandergreifenden Teilen verbunden ist. Sie kann dir ein Gefühl von Gleichgewicht schenken, in dem die Dinge gut zusammenhalten. Vielleicht lädt dich dieser Tag ein, für andere und für das, was nach dir kommt, etwas zurechtzurücken.
Das Maya-Kreuz
Vier weitere Energien umgeben deinen Tag und bilden das Maya-Kreuz, Kindheit, rechte und linke Hand sowie die Energie der Zukunft.
Die Mitte des Kreuzes ist dein Kern, die Energie, in der du gerade ankommst und am deutlichsten du selbst bist. In der Tradition des K'iche'-Hochlands ist sie die tragende Kraft, um die sich alles andere ordnet, und sie bleibt dir ein Leben lang treu, selbst wenn andere Winde dazukommen. Hier darfst du dich fragen, was sich heute, in diesem Lebensabschnitt, wirklich nach dir anfühlt.
Diese Stelle trägt deine frühe Wurzel, die Energie deiner Kindheit und der Welt, in die du hineingeboren wurdest. In der Tradition des K'iche'-Hochlands ist sie am Anfang am stärksten und ebbt mit den Jahren leise zurück, bleibt aber als Boden unter allem, was später wächst. Sie kann dich einladen, mit Wärme auf das zu schauen, was dich von Beginn an geprägt hat.
Die rechte Hand ist deine nach außen gerichtete, tätige Kraft, das, womit du anpackst und in der Welt sichtbar wirst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands gilt sie als die praktische, körperliche Seite, die Dinge in Bewegung bringt und Form annimmt. Sie kann dir zeigen, durch welche Art von Tun du dich am natürlichsten ausdrückst.
Die linke Hand ist deine empfangende, leise Seite, dein Gespür, deine Vorstellungskraft und das, was du eher fühlst als machst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands gilt sie als die intuitive, schöpferische Kraft, die nach innen lauscht. Sie kann dich einladen, dem zu vertrauen, was sich ohne viele Worte in dir zeigt.
Diese Stelle trägt die Energie deines Älterwerdens, die reife Kraft, der du mit den Jahren entgegenwächst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands baut sie sich erst später im Leben auf und steht für die Weisheit und Ruhe, die kommen darf, wenn vieles schon gelebt ist. Sie kann dir eine sanfte Ahnung davon geben, in welche Reife du dich entfalten magst.