7 Keme
Yukatekisch: 7 Kimi
Norden· WeißWandlung · Ahnen · Loslassen · Erinnerung · Neubeginn
Schlüsselenergien in der K'iche'-Hochlandtradition.
Deine Lesung
Keme lädt dich ein, etwas loszulassen, deine Ahnen zu ehren und mit einem weiteren Blick wiederzukehren.
In der Tradition des K'iche'-Hochlands trägt Keme das Bild des Übergangs, oft mit dem Tod verbunden und doch als zutiefst sanfte, hoffnungsvolle Energie verstanden. Es geht weniger um Ende als um Wandlung, darum, das Schwere fallen zu lassen, damit etwas Klareres hervortreten kann.
Keme ist auch ein Tag, an dem die K'iche' ihrer Vorfahren gedenken, derer, die vorausgegangen sind, und ihnen danken für das, was sie weitergegeben haben. Vielleicht magst du innehalten und einen Menschen erinnern, dessen Liebe dich geformt hat. So darf Trauer sich in stille Dankbarkeit wandeln.
Die Fähigkeit, Altes loszulassen und aus dem Wandel mit größerer Tiefe und Weite hervorzugehen.
Vielleicht ziehst du dich gern nach innen zurück, und es kann dir guttun, dieses Gefühl auch jemandem anzuvertrauen.
Was möchtest du sanft loslassen, damit etwas Neues Raum bekommt?
Sieben ist der Gipfel, der höchste Punkt, von dem aus der Weg sich wendet.
In der Tradition des K'iche'-Hochlands steht die Sieben an der Spitze des Bergs, dem Wendepunkt zwischen Aufstieg und Rückkehr. Von hier aus lässt sich vieles überblicken, und gerade die Fülle an Möglichkeiten kann manchmal schwer zu fassen sein. Diese Energie kann dich einladen, einen Abschnitt bewusst zu vollenden, bevor der nächste beginnt.
Das Maya-Kreuz
Vier weitere Energien umgeben deinen Tag und bilden das Maya-Kreuz, Kindheit, rechte und linke Hand sowie die Energie der Zukunft.
Die Mitte des Kreuzes ist dein Kern, die Energie, in der du gerade ankommst und am deutlichsten du selbst bist. In der Tradition des K'iche'-Hochlands ist sie die tragende Kraft, um die sich alles andere ordnet, und sie bleibt dir ein Leben lang treu, selbst wenn andere Winde dazukommen. Hier darfst du dich fragen, was sich heute, in diesem Lebensabschnitt, wirklich nach dir anfühlt.
Diese Stelle trägt deine frühe Wurzel, die Energie deiner Kindheit und der Welt, in die du hineingeboren wurdest. In der Tradition des K'iche'-Hochlands ist sie am Anfang am stärksten und ebbt mit den Jahren leise zurück, bleibt aber als Boden unter allem, was später wächst. Sie kann dich einladen, mit Wärme auf das zu schauen, was dich von Beginn an geprägt hat.
Die rechte Hand ist deine nach außen gerichtete, tätige Kraft, das, womit du anpackst und in der Welt sichtbar wirst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands gilt sie als die praktische, körperliche Seite, die Dinge in Bewegung bringt und Form annimmt. Sie kann dir zeigen, durch welche Art von Tun du dich am natürlichsten ausdrückst.
Die linke Hand ist deine empfangende, leise Seite, dein Gespür, deine Vorstellungskraft und das, was du eher fühlst als machst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands gilt sie als die intuitive, schöpferische Kraft, die nach innen lauscht. Sie kann dich einladen, dem zu vertrauen, was sich ohne viele Worte in dir zeigt.
Diese Stelle trägt die Energie deines Älterwerdens, die reife Kraft, der du mit den Jahren entgegenwächst. In der Tradition des K'iche'-Hochlands baut sie sich erst später im Leben auf und steht für die Weisheit und Ruhe, die kommen darf, wenn vieles schon gelebt ist. Sie kann dir eine sanfte Ahnung davon geben, in welche Reife du dich entfalten magst.